Richtig Zähne putzen

richtig Zähne putzen

Das Thema Mundhygiene ist ein entscheidender Bestandteil der Körperhygiene und der Gesundheit, daher liegt es uns am Herzen über dieses Thema aufzuklären. Da wir keine Zahnärzte sind nutzen wir diverse Quellen und tragen die wichtigsten Informationen von Zahnärzteverbänden, Magazinen, Ärzten und Themenrelevanten Herstellern zusammen. (Die Quellen sind am Ende aufgelistet)

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Welche Bedeutung haben unsere Zähne für uns

Unsere Zähne sind die erste Stufe der Nahrungsverarbeitung. Sie helfen uns die Nahrung mechanisch, durch das Kauen, zu zerkleinern. Je fester die Nahrung ist, desto intensiver werden unsere Zähne belastet. Aus diesem einfachen Grund ist es notwendig, gesunde und stabile Zähne zu haben. Außerdem sind unsere Zähne ein Spiegel unserer Körperpflege, eine optimale Mundhygiene verringert die Bakterienbelastung und beugt auf diesem Weg z.B. Herz-Kreislauf-Erkrankungen und anderen Entzündungen vor.

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Notwendigkeit des Putzen

richtig Zähne putzenUnsere Mundhöhle beherbergt unzählige Bakterien und Keime, viele davon sind überhaupt nicht schädlich. Andere hingegen siedeln sich auf unseren Zähnen und in den Zahnzwischenräumen an und produzieren Säuren die unseren Zahnschmelz angreifen und diesen unwiderruflich schädigen.

Auch wenn die zugeführte Nahrung wenig Zucker enthält ist der Mundraum eine hervorragende Brutstätte für Bakterien. Um die Bakterienpopulation im Rahmen zu halten ist es zwingend notwendig, dass wir unsere Zähne regelmäßig reinigen.

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Mundhygiene Effekt

Effekte einer regelmäßigen und optimalen Zahnreinigung:

  • Gesunde Zähne können Krankheiten hemmen
  • Der erste Schritt der Verdauung kann optimal ausgeführt werden
  • Gesunde Zähne machen attraktiver
  • unangenehme Gerüchte aus dem Mundraum werden verringert bzw. verhindert

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Zahnputztechniken

Fegen? Rütteln? Kreisen? Von weiß zu rot? – Das sind alles Begriffe die wir im Zusammenhang mit der Zahnreinigung hören. Auch wenn wir es schaffen alles erdenkliche zu erforschen, für die Zahnreinigung gibt es bisher keine Studien die belegen welche Zahnputztechnik die beste ist, daher herrscht selbst unter den Experten Uneinigkeit über die Empfehlungen.

Aus diesem Grund stellen wir Ihnen die unterschiedlichen Methoden gern vor und beleuchten auch die Kritikpunkte jeder Technik.

Aber zunächst wollen wir auf die Systematik des Zähneputzens zu sprechen kommen die zumeist unseren Kindern vermittelt wird. Für den Einstieg ist das sicherlich eine hervorragende Methode um keinen Bereich auszulassen. Es handelt sich hierbei um das KAI-System:

K – Kauflächen, hier wird begonnnen

A – Außenflächen, als zweiter Akt der Zahnreinigung

I – Innenflächen, als letzten Bereich für eine umfassende Säuberung

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Rotationsmethode

Die Rotationsmethode ist die bekannteste Methode in Deutschland und eignet sich auch für Kinder, da sie relativ leicht zu erlernen ist und nur ein geringes Maß an Feinmotorik einfordert. Die vorherrschende Idee hinter dieser Technik ist die Regel, „von rot zu weiß“, das bedeutet soviel wie vom Zahnfleisch ausgehend hin zum Zahnrand bürsten.

Die Methodik finden wir auch sehr häufig in Broschüren zur Mundhygiene. Hier werden die Zähne mit kreisenden Bewegungen gesäubert. Um alle Bereiche zu putzen bietet sich das KAI-System an.

Alternativ können Sie auch erst eine Zahnreihe und dann die andere Zahnreihe reinigen oder Quadrant für Quadrant vorgehen, das liegt ganz bei Ihnen.

Kritik an dieser Methode ist die kreisende Bewegung!

Denn bei einer kreisenden Bewegung wandern die Bürsten sowohl von ‚rot zu weiß‘ als auch von ‚weiß zu rot‘, das bedeutet die Bakterien werden nicht nur vom Zahnhals bzw. vom Zahnfleisch weg gebürstet, sondern auf dem Rückweg auch zum Zahnfleisch hin transportiert.

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BASS-Methode (Rütteltechnik)

Bei dieser Technik wird die Zahnbürste schräg, in einem 45 Grad Winkel, am Zahnfleisch angesetzt. So dass ein Teil der Borsten auf dem Zahn und ein Teil auf dem Zahnfleisch liegt. Sanfte rüttelnde (Hin und Her) Bewegungen stimulieren das Zahnfleisch und lösen Ablagerungen auf den Zähnen. Dann wird die Bürste über die Kaufläche hinweg bewegt, so dass die Ablagerungen entfernt werden.

Die Kauflächen werden mit senkrecht aufliegenden Borsten gereinigt.

Diese Methode wird häufig in Lehrbüchern und von Zahnärzten empfohlen

Kritik an dieser Methode ist die fehlende signifikante Verbesserung im Vergleich zur Rotationsmethode. Das ist sicherlich auch der entscheidende Grund, weshalb diese Technik sich bisher nicht wirklich durchsetzen konnte.

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Wissenschaftliche Studien zur Prophylaxe

Auch wenn Zahnpflege schon vor tausenden Jahren ein Thema war, damals nutze man kleine Stöckchen und andere Hilfsmittel um die Zähne zu reinigen. Seitdem hat sich in der Forschung für Füllmaterialien, Implantate und sonstige Wiederaufarbeitungsoptionen eine ganze Menge getan. Da jedoch das vermeiden von Zahnerkrankungen weniger Ruhm und Geld einbringt, sind die Forschungen auf diesem Gebiet sehr überschaubar.

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Grundregeln der ZahnhygieneCheckliste Zähne putzen

  • mindestens zweimal täglich (morgens und abends)
  • besser nach jedem Essen
  • aber nicht sofort nach dem Essen, sondern ca. 30 Minuten später, damit gelöste Mineralien vom Zahnschmelz wieder aufgenommen werden können.
  • 2-3 Minuten Putzdauer (30-45 Sekunden pro Quadrant bzw. 60 – 90 Sekunden für oben und unten) (elektrische Zahnbürsten verfügen idR über einen Timer)
  • Fluoridhaltige Zahnpasta benutzen
  • Nach dem Zähneputzen möglichst wenig ausspülen, damit nicht alle Mineralien der Zahnpasta weggespült werden.
  • die Technik ist zweitrangig, wichtig ist systematisch und gründlich

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Die größten Probleme der Zahnpflege:

  • Die Zahnzwischenräume können kaum mit einer Bürste erreicht werden, daher geht die Empfehlung zu dem zusätzlichem Gebrauch von Zahnseide für die Schneidezähne und für die Backenzähne bieten sich Interdentalbürsten an.
  • Fluoridhaltige Zahnpasta stößt auf Kritik, da zu viel Fluorid den Knochen die natürliche Elastizität nehmen können. Experten sind jedoch der Meinung, dass die Dosierung in Zahnpasta viel zu schwach ist.
  • Die Bedeutung von Regelmäßigkeit und Gründlichkeit wird häufig unterschätzt, an dieser Stelle punkten elektrische Zahnbürsten direkt zweifach! (Das putzen ist einfacher und daher angenehmer)
  • Zähne können durch falsche Zahnpasta oder mit zu festem Druck durch mechanischen Abrieb geschädigt werden. Häufig bemerken wir dieses Problem nicht selbst, sondern werden erst durch unseren Zahnarzt darauf aufmerksam gemacht. Anzeichen dafür sind zurückweichendes Zahnfleisch oder auch sehr schnell verschließene Zahnbürsten.

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Fazit zur Mundhygiene

Vor dem Hintergrund, dass ältere Generationen nur noch sehr selten über ein vollständiges Gebiss verfügen und sogar teilweise ein komplett künstliches Gebiss nutzen müssen, müssen wir umdenken.

Unsere herkömmliche Zahnreinigung, die wir über Generationen weitergegeben haben, reicht leider nicht aus. Die Pflege unserer Zähne benötigt mehr Aufwand, als wir uns zu weiten Teilen eingestehen wollen.

Zum Glück gibt es elektrische Zahnbürsten die uns den intensiven Part der Mundhygiene weitestgehend abnehmen. Aber für eine optimale Mundhygiene reichen auch die elektrischen Zahnbürsten nicht aus, wir benötigen Zahnseide und/oder Interdentalbürsten.

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Zahnseide – die richtige Anwendung

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Eine Erklärung mit Dr. Gisela Lange zum Thema „Richtig Zähne putzen“

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Quellen:

https://www.welt.de/gesundheit/article131303069/Rund-ums-Zaehneputzen-existieren-zu-viele-Mythen.html

http://www.zeit.de/2014/50/zaehne-putzen-zahnbuerste

http://www.wissenschaft.de/leben-umwelt/medizin/-/journal_content/56/12054/1158322/Studie:-Elektrisches-Z%C3%A4hneputzen-nicht-viel-besser-als-von-Hand/

http://www.netdoktor.de/zahnpflege/zaehne-putzen/

http://www.huffingtonpost.de/2015/06/02/zaehneputzen-schuetzt-vor-demenz_n_7490676.html

https://www.zentrum-der-gesundheit.de/gesunde-zahnpflege.html


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2 Kommentare

[…] Zahnpflege (der wichtigste Punkt) […]

[…] Zahnzwischenräume müssen, für eine optimale Mundhygiene, regelmäßig (am besten täglich) gereinigt werden. Denn der Zahnbelag entsteht auch in diesen […]